Die Unternehmenshistorie

Begonnen hat alles im Jahre 1975. Der gelernte Dreher Otto Feldbinder gründete gemeinsam mit dem Maschinenbauer Jan-Dirk Beckmann das Unternehmen zur Fertigung von Siloaufbauten. Während der eine zur damaligen Zeit Silofahrzeuge verkaufte, sammelte der andere als Angestellter einer Silo- und Tankwagen-Spedition Erfahrung. Anbieter und Anwender warfen ihr Wissen in einen Topf und legten damit den Grundstein für ihr eigenes Unternehmen, das mit drei Angestellten im niedersächsischen Drage vor den Toren Hamburgs startete. Nach fünf Jahren platzte die Firma nach zwischenzeitlichem Umzug nach Hamburg Hamm aus allen Nähten. FFB hatte seinerzeit einen jährlichen Ausstoß von etwa 120 Einheiten. Das erfolgreiche Duo fand 1980 in Winsen (Luhe) ein vier Hektar großes Areal, das bis heute auf mehr als das Doppelte erweitert wurde und nach wie vor als Stammsitz der Feldbinder Spezialfahrzeugwerke GmbH fungiert.

Anfang 1992 begann der Ausbau des Stammwerkes in Winsen mit der Errichtung einer modernen Reparatur- und Servicestation und einem funktionalen Bürohaus als Zentrale der Firmengruppe. Ab 2000 erfolgte die Erweiterung der Behälterfertigung in Winsen. Sechs Jahre später konnte in direkter Nachbarschaft eine Werksanlage für den Bau einer neuen Fertigungshalle und eines Auslieferungszentrums für Silofahrzeuge erworben werden. Beide Anlagen nahmen 2007 den Betrieb auf. Im Mai 2008 wurde eine weitere Halle für den Behälterbau mit 7.000 m² in Betrieb genommen. Die Gesamtanlage in Winsen umfasst heute über 90.000 m² Gewerbefläche mit 27.000 m² überkranter Hallenfläche.

1990 erfolgte die Gründung von Servicestationen unter der Firmierung STA Silo- und Tankanhänger Service GmbH in Deutschland. Hier erfolgt die Reparatur aller Fabrikate von (Kipp-) Silo- und Tankfahrzeugen sowie Silo- und Tank-Spezialcontainern.

Die beiden Gesellschafter erwarben im Oktober 1991 die Firma ACA, Apparate- und Chemieanlagenbau Wittenberg GmbH, in der Lutherstadt Wittenberg. In diesem Werk wurden seit über 60 Jahren Druckbehälter für die chemische Industrie und die Eisenbahn in Edelstahl und Aluminium gefertigt. Durch den Erwerb dieses Fertigungsbetriebes mit 120.000 m² Gewerbefläche und damals 15.000 m² überkranten Hallen wurde das Produktsortiment zusätzlich um die Tankfahrzeuge erweitert.

Mitte 2000 wurde in Wittenberg die moderne Reparaturabteilung Ost eingerichtet und mit der Produktion von Silowaggons begonnen. Weitere Hallen für den Behälter- und Waggonbau wurden kurze Zeit später in Betrieb genommen. Um am Markt noch flexibler mit immer kürzeren Lieferzeiten erfolgreich zu agieren, wurde eine weitere Halle mit Tankböden-Herstellungsanlagen für Aluminium- und Edelstahlböden bis zum Durchmesser von 4000 mm eingerichtet. Angeschlossen ist eine Bodenschleiferei für höchste Tankinnenansprüche. Neben der Silowaggonproduktion startete Feldbinder 2003 mit der Produktion von Tankwaggons in Wittenberg. 2005 wurde die zentrale Vorfertigung von FFB-spezifischen Anbauteilen für die gesamte Firmengruppe und ein neues Teilelager für das Werk Wittenberg gebaut und eingerichtet. Eine Erweiterung der Produktionskapazitäten erfolgte 2006 durch den Bau einer 6.000 m² umfassenden Produktionshalle für die Tankfahrzeug- und Spezialcontainerfertigung. Heute stehen für die Herstellung modernster Tank- und Silofahrzeuge in Wittenberg insgesamt 28.000 m² überkranter Produktionsanlagen zur Verfügung.

Seit den 90er Jahren hat Feldbinder sein Engagement in Europa kontinuierlich ausgebaut. Der Ausbau des internationalen Vertriebs- und Servicenetzwerkes begann 1996 mit der Übernahme verschiedener Betriebe und Gründung eigener Tochterunternehmen. Neben eigenen Vertriebsgesellschaften in Tschechien und den Niederlanden erwarben Otto Feldbinder und Jan-Dirk Beckmann 1997 in England den Silofahrzeughersteller Metalair-Filliat, jetzt Feldbinder UK Ltd. mit den beiden Standorten Sutton Bridge und Middlewich. Seit Ende 2011 konzentriert sich der Service sowie das After-Sales-Geschäft nur auf den Standort in Sutton Bridge, welcher umfangreich modernisiert wurde. Somit produziert Feldbinder ausschließlich wieder an den beiden deutschen Standorten. Mit der Gründung der Feldbinder Iberica S.L. wurde der Grundstein für einen erfolgreichen Absatz auf der iberischen Halbinsel gelegt. Zeitgleich erwarben die Eigentümer in Frankreich bei Lyon einen Instandsetzungsbetrieb mit Verkauf für Silo- und Tankfahrzeuge sowie Spezialcontainer (ehemals FILLIAT). Dieses Unternehmen firmiert jetzt unter dem Namen Feldbinder France SARL. Von dort aus werden unsere Produkte und Ersatzteile für den französischen Markt vertrieben. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation in Frankreich wurde der Instandsetzungsbetrieb 2010 stillgelegt. Der Vertrieb von Neufahrzeugen und Ersatzteilen blieb davon unberührt. Im August 2012 zog man in ein Büro mit Ersatzteillager in unmittelbare Nähe zum ehemaligen Firmengelände in Venissieux um. 2001 wurde, auch mit Blick in Richtung Balkan, in Gunskirchen bei Wels das neue Feldbinder Österreich Reparaturwerk mit Vertriebsbüro in Betrieb genommen. Dessen Werkstattkapazität wurde 2007 um 50 Prozent erweitert.

05.01.2017